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Kunstprojekte

Entwurf zu dem Wettbewerb: Mahnmal 19. Februar 2020 Hanau.
Die Skulptur Wasserpfeife trägt dem Umstand Rechnung, dass die Verletzungen, die Menschen und Gesellschaft durch diese Tat erlitten haben, nur in einem längeren Prozess geheilt werden können. Sie wird gewissermaßen als Bausatz geliefert und an einem sichtbaren Ort gelagert. Es sind Scheiben, Walzen, Kegeln, Halbkugeln aus eingefärbtem Beton, die am Ort zusammen ein Lager geometrischer Grundformen bilden, aus denen die Skulptur errichtet wird.
Die Erhöhung um eine weitere Grundform aus dem Lager findet jährlich statt zum Datum des Anschlages. Die Basis ist eine Halbkugel, auf deren Oberseite die Namen der Getöteten eingeschlagen sind. Auf dieser Halbkugel ruhen alle später aufzubauenden Betonformen.
Am Ende ergibt sich das Bild einer Wasserpfeife, als Symbol für die Orte des Anschlags.
Die jährliche Erhöhung könnte somit wichtiger Bestandteil der großen Aufgabe sein, Partizipation an einer starken Stadtgesellschaft zu initiieren.

Ziel meiner Installation ist es, kunstkulturelle Aspekte in den Blick zu nehmen, die außerhalb des Kunstkanons von Farbe und Form, Ton, Bild oder Schrift liegen. Eigenschöpferisches Tun, die Hingabe zu einem Thema findet in unerwarteten Kontexten statt. Natürlich im technisch intellektuellen Milieu, aber auch im privaten bis popkulturellen Zusammenhängen. Karnevalsorden sind sowohl Abbild einer gesellschaftlichen Ordnung, als auch Zeichen einer Gesellschaftsutopie.
Als wertloses Blechprodukt konterkarieren sie einen gesellschaftlich Ritus, der mit den höchsten Werten und Idealen verbunden ist. Ein Verfahren, das in der Kunst häufig zu finden ist.
In meiner Installation wird nur ein schlichtes Aufbewahrungsmöbel zu sehen sein, das in seiner Anmutung moderne Wertigkeit erkennen läßt.
In flachen Schubkästen, ähnlich eines Architektenschrankes, liegen die Orden gut geschützt  und sind möglicherweise nur zur Vernissage zu sehen.

….mir läge daran, neben der romantischen Natürlichkeit, den Blick auf eine andere Ästhetik unserer Nahrungsmittelproduktion zu schärfen.
Manche Salatköpfe sollen ja in ehemaligen Büroetagen, Parkdecks oder auf Hochhäusern auch sehr gut wachsen….
In den Veränderungen, denen wir als Gesellschaft entgegen gehen, sind wir geprägt von Bildern, deren Generierung und Auswahl immer einem gesellschaftlichen Konsens aus Mode, Zeitgeist und kulturellem Hintergrund folgt.
In der Kompensation der ständigen Veränderung schreiben wir dem Naturraum die Aufgabe der Unveränderbarkeit zu. Diese Bilder geraten ins Wanken, wenn Wolf und Wisent unverträglich werden oder auch wenn Fuchs
und Eule beginnen, sich in Häuserschluchten wohlfühlen……

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Martins Platz
Gerade noch rechtzeitig zur 500 Jahrfeier hat Martin in Aachen seinen Platz bekommen.
Umringt von mehreren Kirchengemeinden kann hier jetzt gespielt, geklettert und gegrillt
werden. Lange hat man darum gerungen, auf der Rückseite dieser Säule mit Bildschirm und
Tastatur zu interaktiver Kommunikation einzuladen. Am Ende schien es ratsamer eine 
Trägerplatte zu montieren, in der Heftzwecken zum Anschlagen von Thesen Halt finden.
Ob es 99 werden und ob diese Thesen eine ähnliche Wirksamkeit entfalten, lesen Sie auf 
diesem Blog in 500 Jahren. Wenn Ihnen welche einfallen, schreiben Sie diese als Kommentar
(rechts unter dem Bild). Das Anschlagen übernehmen wir gerne für Sie.

 

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Luform- Design Department
Natchez Trace Parkway - "trunk" im Ludwig Forum Aachen
Wer es neben Venedig, Kassel oder Münster noch nach Aachen schafft- kurze Zeit ist er noch in Aachen zu sehen: 
"trunk", der Kofferschrank aus Polyester und gebogenem Eschenholz von mitokg.
trunk hatte zu tun mit der mobil anmutenden Aufbewahrung geliebter Kleidungsstücke. 
Die Idee dazu war nach 3000 Meilen auf US- amerkianische Highways entstanden:
alle 100 Autos ein rental moving car der Fa U-Haul, 
alle 500 Autos ein mobil home, alle 2000 Autos ein Haus. 
Wir haben diese Eindrück im letzten Jahr erneuert auf den 400 Meilen des Natchez Trace Parkway. 
Start in Natchez Mississippi. 
Zum Schutz von A-Hörnchen und B-Hörnchen sind hier trucks verboten.
Bitte nicht "trunk" und Trump verwechseln

 

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König Babars Einzug
Nach glücklicher Rückkehr in die Aachener Heimat hielt König Babar gestern Einzug in sein Königreich. Gott Günther segnet, Prinzessin lächelt lustvoll, Balu tanzt und Kasper freut sich auf neue Späße. Nur die Hasen zittern vor des Königs Gebot, ihre Behausungen in Zukunft wieder in der Erde zu errichten, statt in den gepflegten Hochbeeten von „My Private Garden“.